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Tierarzt Dr. Forster Solingen
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         Alte und neue Irrtümer über die Fütterung

 


Nichts hält sich ja zum Teil so hartnäckig wie ein Gerücht. Es entsteht z. T. unbewusst, weil man es nicht besser weiß ("erfahrene Hundezüchter") oder wird direkt gestreut (Futtermittelhersteller).
Auch über das Füttern von Tieren gibt es einige von den Tierhaltern immer wieder gebrauchte Thesen, die jeglicher wissenschaftlichen Bestätigung entbehren.
Geht man nicht energisch gegen solche Falschinformation vor, wird schnell aus einem Irrtum ein Faktum. Denken Sie bitte einmal an den Spinat, Generationen von Kindern wurden damit "gequält", weil er angeblich soo viel Eisen enthält. Leider war das Komma verrutscht und der eigentliche Wert gar nicht besonders hoch.

Irrtum Nummer 1: bei Durchfall hilft Trockenfutter
Ja, so einfach ist das Universum nicht aufgebaut, was trocken reinkommt, muss nicht zwingend hinten trocken rauskommen.
Trockenfutter hat einen hohen Getreideanteil der i. Allg. eher einen weicheren als einen festen Stuhl macht. Das Erhitzen beim Herstellungsvorgang scheint auch eher nachteilig. Aus den gleichen Gründen ist Zwieback nicht optimal. Empfehlung des Hauses: 2 Teile Reis oder gekochte Kartoffeln und 1 Teil Fleisch (püriertes Geflügel), alternativ Hüttenkäse, jedoch keinen Quark, der durch seinen Milchzuckergehalt Durchfall fördernd ist.

Irrtum Nummer 2: Essensreste dürfen nicht verfüttert werden.
Das hat sich die Futtermittelindustrie fein ausgedacht: „Essensreste und Tischabfälle sind schädlich und dürfen nicht gefüttert werden.“
Die Wortwahl „Abfall, Rest“ soll schon suggerieren, dass das ganz schlecht, schädigend ist.
Gern wird auch vor zu gewürztem Menschenessen gewarnt. Die Qualität der von Ihnen verwendeten Lebensmittel ist in seiner Qualität ungleich besser, als das, was in den Fabriken zusammengemixt wird.
Auch wenn nicht alles schädlich ist, was von der Industrie in die Urbestandteile des Futters (Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett, Vitamine und Mineralstoffe) zugemischt wird, so steht doch außer Frage, dass Ihr Futter doch mehr „Bio“ ist.
Der Vorteil des Fertigfutters ist seine komplette Komposition. Da ist alles drin von a-z, was das Tier braucht. Es braucht es aber nicht Tag ein, Tag aus. Ernähren Sie sich selbst vielleicht mit der Goldwaage?

Trotzdem bleibt es durchaus erstrebenswert, sich am Optimalen zu orientieren. Bei der Frage, ob  „Menschennahrung“ für Tiere schädlich ist, lautet die salomonische Antwort „jein“, es gilt der alte Satz von Paracelsus: „Alles ist Gift, entscheidend ist die Dosis“.

Wir beraten Sie gerne und erstellen Rezepte, bzw. geben Empfehlung für bestimmte Produkte.

 

 
 

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